Immer wieder scheiterte Star-Wars-Erfinder
George Lucas daran, ein Museum bauen zu lassen - nun hat das
Lucas Narrative Museum of Art in Los Angeles eröffnet - und architektonisch sprengt der "
futuristische biomorphe Museumsbau des chinesischen Architekten
Ma Yansong, eingefasst von einem neu angelegten Park der amerikanischen Landschaftsarchitektin
Mia Lehrer" alle Dimensionen, staunt Dirk Peitz in der
Zeit: "In der Star-Wars-Ästhetik würde es einem Raumschiff der Rebellen ähneln, einem der Guten also, deren Fortbewegungsmittel stets organische Formen besaßen. ... Auf Erden und in der Wirklichkeit soll dieses Ensemble gestalterisch an eine
kalifornische Idealnatur gemahnen, was eine Fiktion darstellt, denn die Natur existiert hier gar nicht (mehr). In der das Museum umgebenden Stein- und Asphaltwüste wirkt der Bau wie ein
freundlicher Fremdkörper, der seine Naturwüchsigkeit nur vorgibt, um davon zu künden, wie die Zukunft gewesen sein könnte, wenn der Mensch auf seine eigenen Mythen gehört und nicht alles zubetoniert hätte." Die Sammlung selbst, die von
Renoir bis
Norman Rockwell dicht gehängt alles zeigt, was Lucas für narrative Kunst hält, überzeugt Peitz weniger.
In der
NZZ stellt Hubertus Adam den Siegerentwurf für das
Schweizer Memorial für die Opfer des Nationalsozialismus vor, das mitten in der Berner Innenstadt stehen wird: "'Unfolded Minute' - ausgefaltete Minute - heißt das zur Ausführung bestimmte Projekt des Siegerteams, bestehend aus den Historikerinnen
Franziska Schürch und
Isabel Koellreuter, dem Komponisten
Jannik Giger, der Künstlerin
Rahel Zaugg und den Architektinnen
Andrea Steegmüller und
Salomé Gutscher. Kernidee ist eine vielfach geknickte und insgesamt 60 Meter lange sogenannte
Klangwand, die der Stützmauer zwischen Casinoterrasse und tieferliegender Promenade vorgeblendet ist. Die Wand, die den Erdboden nicht berührt, soll aus Stahlplatten bestehen. Hämmer, die an zwölf Stellen hinter der Wand verborgen sind, erlauben es, Elemente zum Schwingen zu bringen und
Töne zu erzeugen."