Aus dem Englischen von Gerhard Henschel und Kathrin Passig. Alles beginnt in einem Londoner Waschsalon, wo ein illegaler Rave in vollem Gang ist. Hier hört Raf von Glow, angeblich die beste Droge der Welt. Doch bevor er sie probieren kann, verliebt er sich Hals über Kopf in Cherish, Tochter einer Burmesin und eines amerikanischen Ingenieurs, der für den Minenkonzern Lacebark arbeitet. Ein höchst suspektes Unternehmen, wie Raf bald erfährt, das sehr an der Zusammensetzung von Glow interessiert ist und deshalb mit weißen Vans Jagd auf Burmesen macht. Doch auf welcher Seite steht Cherish? Und was haben die Füchse zu bedeuten, die plötzlich in ganz London auftauchen?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.01.2015
Der "irre, wirre" Plot des dritten Romans von Ned Beauman und die rasante, sich um differenzierte Charaktere und erzählerische Logik nicht scherende Erzählweise gehen Martin Halter schnell auf den Sender. Es geht um Drogen aus Fuchsmägen, um Sex, so heiß wie Fleischbällchenflächenbombardements, und eine Chemie-Mafia mit eigener Parallelwelt. Dem Tempo und den aberwitzigen Metaphern des seiner Ansicht nach talentierten Autors kann Halter zwischendrin zwar immer wieder etwas abgewinnen, ja, er vergleicht ihn sogar mit Pynchon und Foster Wallace, nuacniertes Erzählen aber geht anders, meint er.
Vielleicht kann der Autor einfach keine Gegenwart, mutmaßt Nadine Hemgesberg angesichts von Ned Beaumans neuem Roman. Thriller geht jedenfalls anders, weiß die Rezensentin, die sich mitunter für dumm verkauft fühlt, wenn der Autor mal wieder lang und breit den Plot erklärt, statt einfach der Handlung zu vertrauen. Umso enttäuschender für die Rezensentin, da der Autor in anderen Büchern Gefühl für Sprache und Finesse beim Erzählen bewiesen hat und sowohl das Personal des Buches, darunter eine Art Breaking-Bad-Figur, als auch der Stoff, es geht um burmesische Kartelle im heutigen London und eine Wunderdroge, eigentlich vielversprechend sind, wie sie findet.
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