Aus dem Englischen von Kristof Kurz. Eine ermordete Drogenhure, ermordet in ihrer schmutzigen Wohnung. Neben ihr die furchtbar zugerichtete Leiche ihrer kleinen Tochter. Wer begeht so ein Verbrechen? Bei der Toten wird eine Kreditkarte gefunden. Der Besitzer kam vor Monaten beim Absturz einer Privatmaschine ums Leben. Das Ganze: ein Rätsel. Die junge Polizistin Fiona Griffith hat eigentlich nichts mit dem Fall zu tun, doch irgendetwas daran lässt sie nicht los und sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Ihren Chef macht sie damit rasend, dabei weiß der noch nicht einmal, wie sehr am Rande der Legalität sie sich bewegt. Denn Fiona ist nicht wie andere Polizisten, sie ist anders als die meisten Menschen. Eine geniale Ermittlerin - und immer kurz vor dem Crash ...
Fiona Griffiths kann es ohne weiteres mit all den neurotischen, psychotischen, frustrierten und einsamen Kommissaren der Krimiwelt aufnehmen, findet Rezensent Tobias Gohlis, denn sie ist unter ihnen nicht nur die "konsequenteste", sondern auch die am präzisesten und sensibelsten konzipierte Figur. Griffiths, erfahren wir, leidet unter einer ungewöhnlichen psychischen Erkrankung, die zur Folge hat, dass sie dann und wann auch mit den Toten Bekanntschaft schließt. Und nicht nur das: Im "besten" der drei Fiona-Romane, die nun in einer neuen Sammelausgabe erscheinen, erlaubt ihr ihre seltene Krankheit auch, mit den Lebenden in Kontakt zu treten und zwar mit jenen, die das organisierte Verbrechen in Wales steuern, erfahren wir. Davon zu lesen, macht Freude. "Den Toten verpflichtet" ist ein schlaues Buch, in dem romantische Elemente mit knallharten Verbrechen verbunden werden, resümiert der begeisterte Rezensent.
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