Robert Fleck

Kunst und Ökologie

Cover: Kunst und Ökologie
Edition Konturen, Hamburg / Wien 2023
ISBN 9783902968876
Gebunden, 200 Seiten, 34,00 EUR

Klappentext

Kann Kunst Ökologie? Ökologische Fragen sind allgegenwärtig in der heutigen Kunst. Themen wie Klimawandel und Biosphäre bestimmen das Ausstellungsgeschehen. Recycling als künstlerische Methode, die Vermeidung umweltschädlicher Materialien und die Versöhnung von Kunst und Natur sind in der jungen Generation immer präsent. Wir erleben einen tiefen Wandel. Wie die Kunstgeschichte zeigt, kann Kunst sensibilisieren und neue Naturverhältnisse entwickeln. Wie war dies in der Renaissance, bei Leonardo da Vinci, der Romantik, im Impressionismus, in der frühen Moderne des 20. Jahrhunderts und der Land Art der 1970er Jahre? Und: Kann Kunst helfen, den Planeten zu reparieren? Den Text begleiten etwa fünfzig wesentliche Werke zu diesen Fragestellungen aus Vergangenheit und Gegenwart.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 12.01.2024

Rezensent Thorsten Jantschek lernt in Robert Flecks Buch viel über klimasensible Kunst und dass mit der Messevielfliegerei nun aber endlich mal Schluss sein muss. Fleck erinnert ihn aber auch daran, dass Beuys und Hundertwasser in den 60ern und 70ern ökologisch schon weiter waren. Jantschek versteht, dass Kunst Teil des Problems ist, aber auch Teil der Lösung sein kann. Die gute Nachricht für ihn: Der Autor findet für letzteres durchaus eine Menge Beispiele.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 06.01.2024

Allzu weit in die Tiefe geht Robert Flecks Buch über das Verhältnis von Ökologie und Kunst zwar nicht, als Einstieg in das hochaktuelle Thema hält Rezensent Ingo Arend es jedoch für gelungen. Die spektakulären aktivistischen Beschmutzungsaktionen in Museen, die zuletzt Schlagzeilen machten, spielen bei Fleck nur eine Nebenrolle, lernen wir, im Zentrum steht vielmehr die Darstellung historischer Dynamiken im Wechselspiel von Kunst und Ökologiebewegung. Joseph Beuys' Arbeit "7000 Eichen" auf der documenta 1977 wird, lernen wir, als eines unter mehreren Schlüsselwerken beschrieben, die die Bedrohung der Natur in ein zentrales Anliegen der Kunst verwandelten. Fleck argumentiert laut Arend, dass die Kunst zum Thema über die Jahre von utopischen zu dystopischen Motiven umgeschwenkt ist. Den Überlegungen zu einer "Dialektik der Ökologie" (Zitat Fleck) will der Rezensent zwar nur bedingt folgen, dennoch empfiehlt er die Lektüre sowohl einem Fachpublikum als auch der breiteren Öffentlichkeit.
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