Petros Markaris

Nachtfalter

Roman
Cover: Nachtfalter
Diogenes Verlag, Zürich 2001
ISBN 9783257062878
Gebunden, 560 Seiten, 23,98 EUR

Klappentext

Kommissar Charitos ist krank. Eigentlich sollte er sich ausruhen und von seiner Frau verwöhnen lassen. Doch so etwas tut ein wahrer Bulle nicht. Eher steckt er bei Hitze und Smog im Stau, stopft sich mit Tabletten voll und jagt im Schrittempo eine Gruppe von Verbrechern, die die halbe Halbwelt Athens in ihrer Gewalt hat...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.10.2001

Christina Zink hat den Kriminalroman mit anhaltendem Vergnügen gelesen, und das, obwohl sie den griechischen Autor für seine mitunter mangelhafte Erzählökonomie tadelt. Einige der 560 Seiten hätte man sich sparen können, meint die Rezensentin, die jedoch von "Witz, Charme und Ironie" Markaris' äußerst angetan ist. Sie preist die "reizvolle, geschickt verwobene" Krimihandlung und lässt sich auch nicht durch das für ihren Geschmack allzu spektakuläre Ende verstimmen. Als "besonderes Verdienst" lobt sie, dass der Autor auf simple Gut-Böse-Zuweisungen verzichtet hat, und richtig begeistert ist sie von den überaus "lebensnahen Figuren".

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.10.2001

Rezensent D.Tr. gibt uns den Inhalt des Romans im Sauseschritt. Das ist erstaunlich, denn seinen Worten zufolge zeichnet sich dieser zweite Krimi Markaris' nicht gerade durch Klarheit aus. Wie seinen Kommissar, erklärt D.Tr., führe der Autor den Leser vor der Kulisse des modernen Athen geschickt in die Irre. Am Ende aber gibt es derart viele falsche Fährten, dass der Rezensent "beim Ermitteln" ganz müde geworden ist. Die Lösung war dann offenbar kein so großes Ereignis mehr.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 04.10.2001

Tobias Gohlis ist sehr angetan von dem Kriminalroman des griechischen Autors, der sich nicht nur als Drehbuchautor, sonders auch als Übersetzer von Goethes Faust ins Neugriechische hervorgetan hat. Er ist dem "vertrackten" Plot mit "detektivischem Spaß" gefolgt, auch wenn dem Leser selbstverständlich sonnenklar sei, dass die zweite Leiche mit der ersten in Verbindung stehe, so der amüsierte Rezensent. Ihm gefällt die "liebenswürdige Figur" des Kommissars, der sich zwischen Ehezwistigkeiten und politischem Filz abmüht, und vielleicht ist es besonders die "altmodische" Art, die ihm den Protagonisten so sympathisch macht.
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