Die Verbindung der Texte von und über Milo Dor, die der serbische Autor und Herausgeber Dragi Bugarcic ausgewählt und die Dor selbst ins deutsche übersetzt hat, ergibt ein höchst ungewöhnliches Buch. Zu den Autoren, die am "Roman über Milo Dor" mitgeschrieben haben, zäöhlen Aleksandar Tisma, Bogdan Bogdanovic, Dragan Velikic und Andrej Ivanji.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.02.2004
Paul Jandl zeigt sich in seiner knappen Doppelrezension eines Essaybandes und eines Buches von und über Milo Dor sehr angetan von diesem "Roman über Milo Dor", der als liebevolle Hommage autobiografische Texte des serbisch-österreichischen Autors sowie Texte seiner Freunde über ihn vereint. Durch diese Kombination entstehe ein "Kaleidoskop", das zwar durchaus sich "überschneidende Erinnerungen" aufweise, aber dadurch keineswegs "redundant", sondern umso "authentischer" wirke, so der Rezensent begeistert.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.12.2003
"Einen merkwürdigeren Roman als diesen", meint Rezensent Karl-Markus Gauß, werde man "so leicht nicht finden." Als der achtzigste Geburtstag des Schriftstellers Milo Dor nahte, erfährt man, taten sich einige serbische Autoren zusammen, um ihm mit diesem Buch - in dem, wie Gauß berichtet, Dor unter anderem bezeichnet wird als die letzte jugoslawische Institution, die noch funktioniert - ihre Reverenz zu erweisen. Entstanden ist dabei ein Band, der "geschickt", wie Gauß lobt, 101 kurze Textblöcken montiert, die entweder von den genannten Freunden Dors verfasst wurden, oder aus Romanen und Essays von Dor selbst stammen. Wie Dor, lobt der Rezensent abschließend, wisse auch dieses "Unikum an Roman", zu gefallen.
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