Aus dem Englischen von Wolfgang Thon. Wie sein filmischer Vorgänger erzählt "Heat 2" von den gefährlichen Machenschaften international operierender Krimineller sowie von den Polizeibeamten, die ihnen auf der Spur sind.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 11.11.2022
Rezensentin Sonja Hartl macht gleich zu Beginn sehr deutlich: Außer Spesen nichts gewesen in "Heat 2", der Fortsetzung des Kultfilms in Romanform. Die Autoren Michael Mann und Meg Gardiner setzten ihr Buch "nahtlos" an das Ende des Kinovorgängers und kreisen um einen Komplizen von Robert de Niros McCaules: Chris, fasst Hartl zusammen, arbeitet sich in der Gangsterbranche langsam aber stetig hoch, was den Weg der Geschichte in die Gegenwart ebnet. Aber mit einem Rückgriff in die Vergangenheit würden auch die Fans von Al Pacinos Vincent Hanna bedient. Geflissentlich, schreibt die Rezensentin, würden alle Leseerwartungen bedient. Das passe zwar perfekt in den derzeitigen Retro-Trend, romantisiere die wegen der satten Testosteronquote aber sowieso schon veraltete Geschichte über alle Maßen. Spoiler: Die Verfilmung ist schon angekündigt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.10.2022
Milde positiv berichtet Fritz Göttler über diese Fortsetzung von Michael Manns berühmtem Gangsterthriller "Heat" als Roman. Der Protagonist flüchtet also nach Paraguay, gerät sofort wieder in kriminelle Netzwerke, aber die Kriminalität wird virtueller und, es geht um Soft- und Hardware, und damit wird auch das Genre selbst weniger physisch, erzählt der Rezensent. Immerhin gibt es noch einen Sadisten, der nebenbei Zigaretten in den Augen von Frauen ausdrückt. Es fallen auch ein paar platte Sinnsprüche, die für das Genre ebenfalls charakteristisch sind, etwa: "Wir sind alle Fußabdrücke. Die Flut kommt, und du bist nie da gewesen. Das hat ein Typ namens Albert Camus geschrieben." Göttler freut sich schon auf die Verfilmung.
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