93 Abbildungen. Ein Projekt von Lukas Einsele. Herausgegeben von Catherine David und dem Witte de With Center for Contemporary Art. In seinem multimedialen Projekt berichtet Lukas Einsele über Landminen und ihre Opfer und bringt sie in ein sichtbares und nachvollziehbares Verhältnis zueinander. In Angola, Afghanistan, Bosnien und Kambodscha besuchte er Minenopfer und bat sie um einen Bericht vom Hergang des Unglücks sowie um eine Skizze des Unfallorts. Anschließend porträtierte er sie mit der Großbildkamera. Diesem persönlichen Zeugnis wird die Dokumentation einer Landmine gegenübergestellt, die den jeweiligen Unfall hätte verursachen können. Gerade die Zivilbevölkerung leidet noch lange nach Kriegsende unter der Bedrohung durch Landminen. Durch die Autorenbeiträge wird das Thema um politisch-philosophische ebenso wie medizinische und humanitäre Aspekte erweitert.
"Auf die Spur der bitteren Wahrheit der Kriegs- und Industriepolitik unserer Welt" führt Lukas Einseles Foto-Dokumentation über Landminen und ihre Opfer in Ländern wie Afghanistan, Bosnien-Herzegowina oder Kambodscha. Rezensentin Brigitte Werneburg sieht darin eine Kunst, die aufklärt, sich engagiert und ein Problem benennt. Die Aufnahmen rufen bei ihr den Eindruck wach, der Künstler porträtiere im Katalog die Menschen nicht als Opfer, sondern als Persönlichkeiten, die als Versehrte den "Krieg immer wieder in das zivile Leben tragen". Die Interviews der Betroffenen, die hierzu ins Deutsche und Englische übersetzt wurden, tragen ihren Teil dazu bei, wie auch die Aufnahmen von den Minen selbst, die als stumme Zeugen mit dokumentiert werden.
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