Jeffrey M. Pilcher

Nahrung und Ernährung in der Menschheitsgeschichte

Cover: Nahrung und Ernährung in der Menschheitsgeschichte
Magnus Verlag, Essen 2006
ISBN 9783884003305
Broschiert, 188 Seiten, 12,90 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Christiana Haack. Nahrung und Ernährung, die Sicherung unseres Lebensunterhaltes, aber auch seine Veränderung im Laufe der Geschichte sind ein häufig unbeachteter, aber höchst wichtiger Faktor der Menschheitsgeschichte. Warum essen wir, was wir essen? Ernährungsphysiologisch gäbe es zu vielen Nahrungsmitteln durchaus Alternativen. Aber genauso wie andere Bereiche unseres Lebens nur aus unserer Geschichte heraus zu verstehen sind, gibt es zwischen unserer Ernährung und unserer Geschichte zahlreiche Wechselbeziehungen. Jeffrey M. Pilcher, Professor für Geschichte an der Universität von Minnesota, betrachtet diese Wechselwirkungen unter globalhistorischen Aspekten und beleuchtet dabei besonders die großen Zäsuren und Änderungen, den Übergang zu Sesshaftigkeit und Ackerbau, die Chancen und Risiken neuer, fremder Nahrung durch die Globalisierung der Welt, die Wanderbewegungen der Neuzeit und schließlich die Globalisierung unserer Ernährung selbst im Zeitalter von McDonald's und BurgerKing.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.12.2006

Jeffrey M. Pilchers Studie beginne trotz des Titels, moniert Rezensent Ernst Horst, so richtig erst in der frühen Neuzeit. Auch habe diese eine entschieden eurozentrische Fokussierung, was aber möglicherweise unumgänglich gewesen sei aufgrund der Kolonialreiche in Amerika, Afrika und Asien. In den drei Hauptteilen behandelt der Autor zunächst die Zeit der Entdeckung Amerikas mit dem Import von Lebensmitteln wie Tomaten und Kartoffeln, dann das neunzehnte Jahrhundert mit den Auswirkungen der Industrialisierung. Im finalen, dem zwanzigsten Jahrhundert gewidmeten Teil gelange Pilcher schließlich zu den paradoxen Konstellationen der Gegenwart mit McDonalds in Indien, ohne Rinder- und Schweinefleisch. Pilchers im Grunde plausibles Resümee eines wachsenden westlichen Einflusses in der Welt erscheint dem Rezensenten allerdings so "diffus wie die Realität".
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