Gerade im Hinblick auf den 100. Geburtstag des Deutschen Fußballbundes begrüßt Christoph Dieckmann das Erscheinen dieses Bandes ausdrücklich, habe sich der DFB doch bisher oftmals schwer damit getan, auch die dunklen Seiten in seiner Geschichte etwas genauer zu beleuchten. Wer genaueres über die Instrumentalisierung der Sportler und Fußballclubs während der Zeit des Nationalsozialismus erfahren wolle, wird seiner Ansicht nach mit diesem Buch bestens informiert. Dank der hervorragenden Recherche erfahre man viel über die Sonderrechte der Spieler (sie galten im Krieg lange als "unabkömmlich"), über den Werdegang einiger Spieler (als späterer KZ-Aufseher oder auch KZ-Häftling) und auch über die Grenzen einer politischen Durchdringung der Fußballclubs. Gerade die vielseitige und undogmatische Beleuchtung dieses Themas scheint dem Rezensenten besonders gut zu gefallen. Und nicht zuletzt findet er es durchaus spannend zu lesen.
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