Aus dem Niederländischen von Lisa Mensing. Am Ende bleibt die Frage: Was ist ein Menschenleben wert? Hunter, steinreich, Amerikaner und begeisterter Jäger, hatte schon fast alles vor dem Lauf. Endlich bietet ihm sein Freund Van Heeren ein Nashorn zum Abschuss an. Hunter reist nach Afrika, doch sein Projekt, die Big Five vollzumachen, wird jäh von Wilderern durchkreuzt. Hunter sinnt auf Rache, als ihn Van Heeren fragt, ob er schon einmal von den Big Six gehört habe. Zunächst ist Hunter geschockt, aber als er die jungen Afrikaner beim flinken Jagen beobachtet
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 06.12.2024
Rezensentin Sonja Hartl empfiehlt viel mehr als einen exzellenten Krimi mit diesem Buch der belgischen Autorin Gaea Schoeters. Denn die Geschichte um den reichen Finanzmanager und Großwildjäger Hunter White, dem für seine Sammlung nur noch ein Nashorn fehlt, wächst sich im Verlauf der Lektüre zu einer ebenso fesselnden wie "perfiden Geschichte über (Post-)Kolonialismus und Ethik aus, versichert die Kritikerin. Jener Hunter nämlich lässt sich nicht nur auf einen Deal mit Wilderern ein, die ihm die Jagd auf einen Menschen vorschlagen, Schoeters gestaltet ihn auch als Menschen, der sich "ethischer und moralischer Grauzonen" bewusst ist und vor Dilemmata gestellt wird, fährt die Rezensentin fort. Nicht zuletzt ist es der "koloniale" Blick auf Afrika, der die Kritikern in diesem nachhallenden, unbequeme Fragen stellenden Buch so "verstört".
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